Mittwoch, 17. August 2022

Big Brother is watching you.

Wer plante eigentlich die Zukunft, in der Vergangenheit der Menschheit? Nun, da gab es sehr viele brutal verrückte wahnsinnige machthungrige Herrscher. Bisher war das immer so.

Aber was bringt die Zukunft. Man lernt ja aus der Geschichte. Das bedeutet, dass das Bösartige aus der Geschichte lernt, weil es herrschsüchtig ist und neue Wege sucht. Das gute ist derweil mit „panem et circenses“ (Brot und Spiele) beschäftigt.

Wenn also die Eroberungskriege all die Zeiten über, nicht zum erträumten göttlichen Weltherrschaftsziel geführt haben, dann muss der „Große Bruder“ ran.

Big Brother is watching you.

-          Der große Bruder denkt für dich.

-          Der große Bruder weiß alles.

-          Der große Bruder weiß was gut für dich ist

-          Der große Bruder ist der göttlich klügste.

-          Der große Bruder irrt sich nie.

Der Mensch wird zur willenlosen Maschine, die zu funktionieren hat.

Das Problem daran ist; es wird drei große Brüder geben, die drei Imperien beherrschen.

Zwei davon werden sich gegenseitig vernichten. Und lachen wird der dritte.

Die dritte Möglichkeit der Weltherrschaft wäre gewesen, die Zukunft nicht mehr den Wahnsinnigen Weltherrscher zu überlassen, sondern denen, die Verstand und Weisheit im Kopf haben.

Das geht nur, wenn man nicht bösartig und rücksichtskos ist.

Empathie ist bei den meisten Menschen wie eine Mogelpackung: Große Schachtel aber nichts drin.

Diese Empathie gibt es bei den großen wahnsinnigen Herrschern nicht. Und von diesen Gebietern gibt es sehr viele. Da war der große Diktator weiß Gott nicht der Einzige.

Das Problem an einer Zukunft die man „EDEN“ nennen kann ist also, dass die Welt durchweg von den falschen herzlos machthungrigen Führern beherrscht wird, die zu dumm sind um die Möglichkeiten der Menschheit im voll friedlichen Maße auszuschöpfen. Sie sind zu dumm, um von einer friedlichen Welt zu träumen, weil auch in ihrem eigenen Umfeld nur mit Macht gehandelt wird.

Größe, Reichtum, Macht und Stärke regieren die Welt; vom Hasenzüchterverein bis zum Weltherrscher.

Da ist kein Platz für Träumer. Doch der Träumer ist der einzige, der dem „großen Bruder“ gefährlich werden kann.

Doch der große Bruder hat das „schlaue Volk“ an seiner Seite, das die Träumer nieder knüppelt.

 Big Brother is watching you.

Freitag, 4. März 2022

Lieder des Friedens, vom Winde verweht.

Lieder des Friedens werden seit Jahrzehnten immer wieder von sehr vielen namhaften Künstlern wie z.B. Joan Baez und Bob Dylan gespielt. Louis Armstrong sang „What A Wonderful World“. Doch die Mächtigen dieser Welt, haben keine Friedenstauben auf ihre Fahnen genäht. Dabei wäre es sehr schön und notwendig, wenn es in allen Ländern in der Politik einen Friedensbotschafter gäbe.

„Wer unter euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein auf sie!“, Jesus in Johannes 8:7.  

Wir kennen diese Worte aus der Bibel. Aber haben wir sie auch wirklich verstanden?

Länder die zwischen den Fronten der Macht liegen, sind immer nur die Bauern auf dem Schachbrett der Welt. Die weißen Zähne der Unschuldslämmer blitzen lächelnd hell in der Sonne. Und die blutigen Krallen der Wölfe, die sich unter dem Schafspelz verbergen, werden im Sand versteckt. Die Hörner des Teufels werden - teilweise mit recht - in der Welt verteilt aber die Eigenen, verbirgt man unter dem Heiligenschein der Scheinheiligkeit. 

  • Marcus Tullius Cicero sagte einmal:  "Der ungerechteste Frieden ist immer noch besser als der gerechteste Krieg." 
  • Otto von Bismarck sagte: "Lügen können Kriege in Bewegung setzen, Wahrheiten hingegen können ganze Armeen aufhalten." 
  • Ein altes arabisches Sprichwort sagt: „Wer die Wahrheit sagt, sollte stets einen Fuß im Steigbügel haben.“ 
  • Indira Gandhi sagte: "Durch die Gasse der Vorurteile muss die Wahrheit ständig Spießruten laufen." 

Wir wissen also: Streiten kann sich jeder. Aber zum Frieden halten gehört eine gewisse Bildung und  Gewaltprävention. Viel schlimmer ist aber wenn man das alles weiß, und aus der sicheren Ferne heraus überall auf der Welt absichtlich Feuer entzündet. 

Lieder des Friedens sind ein Appell an das Herz und die Vernunft der mächtigen dieser Welt. Aber Ethik und Empathie sind nicht so weit verbreitet, in der großen Weltpolitik. Die Herzen sind aus Stein, Gewissensbisse spüren sie nicht und Vernunft passt nicht ins Konzept. Man kann leider immer nur für so dumm verkauft werden, wie man es sich verdient. Es wird daher so lange Kriege geben, wie es Menschen gibt die das furchtbare Spiel nicht durchschauen. Die Macht der Arglist wächst mit der Leichtgläubigkeit der Völker.  

Man wird Ruck Zuck in die Nazi-Ecke gestellt, wenn etwas nicht passt. Oder man ist ein Putin-Versteher. Vorurteile und Parolen erleichtern bei vielen Menschen scheinbar das mühevolle Denken. Und der Macht erleichtert es die Führung des Volkes. Eine Parole genügte schon immer bei den "einfach gestrickten Menschen", und sie rennen genau dahin, wo man sie hin haben will. 

Man kann aber nur Friede schaffen, wenn man weiß was Empathie und „Point-of-View-Shot“ ist. Und nur so, kann man einen Feind, mit dem man niemals Freund sein will, einschätzen. Neutralität, Standpunkt und Perspektive. Das erfordert Weisheit, Verstand und Bildung. 

Der Wahrheit größter Feind sind die, die immer glauben die Wahrheit zu kennen.

Sonst wüssten sie, dass der Krieg in der Ukraine nicht erst seit Februar 2022, sondern schon seit 2014 besteht. 

Warum hat das nie jemanden interessiert? 

Der deutschen Publizist Joseph Görres schrieb 1814 einen Text, den man wohl absichtlich Napoleon zuordnete. Dieser Text lässt das deutsche Volk bis heute nicht gut da stehen.

"Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Zwiespalt brauchte ich unter ihnen nie zu säen. Ich brauchte nur meine Netze auszuspannen, dann liefen sie wie ein scheues Wild hinein. Untereinander haben sie sich gewürgt, und sie meinten ihre Pflicht zu tun. Törichter ist kein anderes Volk auf Erden. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden; die Deutschen glauben sie. Um eine Parole die man ihnen gab, verfolgten sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde."

Und an diesen Worten hat sich bis heute offenbar nichts geändert. Wir schmücken unser Profilbild immerzu mit Zeichen, die man uns dort absichtlich zeigt und schmackhaft macht. Und wir machen fast alle schön mit. Und keiner stellt Fragen. Dabei würde die Friedenstaube immer genügen, und auf alles passen. 

Wir sind einmal (1939) einem Irren hinterher gerannt, der das deutsche Volk damals geformt und gelenkt hat, wie es ihm gefiel. Wir sollten das nicht noch einmal tun. Das große Spiel in unserer Zeit, ist sehr viel größer geworden. Für das was damals passierte sind wir heute, nicht verantwortlich. Aber für das was jetzt passiert, dafür wird man uns verantwortlich machen: 

  • Für das WEGSEHEN im achtjährigen Ukraine-Krieg. 
  • Für das SCHWEIGEN über viele andere Kriege in der Welt. 
  • Und für unsere Vorurteile und unsere Leichtgläubigkeit. 

Frieden kann man nur schaffen, wenn man gelernt hat die Handlungsweise des Feindes, mit dem man niemals Freund sein will, vorurteilsfrei zu studieren; und auch das zu lesen, was nicht in den regionalen Medien steht. „Lügen tun immer nur die Anderen“? Nein, die eigene vorgegebene Wahrheit ist sehr oft sehr einseitig. Denn die wirkliche Wahrheit ermöglicht den Frieden. 

Otto von Bismarck: "Lügen können Kriege in Bewegung setzen, Wahrheiten hingegen können ganze Armeen aufhalten.

  • Die Wahrheit hat nichts zu tun mit der Zahl der Leute, die von ihr überzeugt sind. Paul Claudel, französischer Schriftsteller (1868 - 1955)
  • Man sollte nie seine beste Hose anziehen, wenn man hingeht, um für Freiheit und Wahrheit zu kämpfen. Henrik Ibsen, norwegischer Dichter (1828 - 1906)
  • Es ist fast unmöglich, die Fackel der Wahrheit durch ein Gedränge zu tragen, ohne jemandem den Bart zu versengen.Georg Christoph Lichtenberg deutscher Physiker und Schriftsteller (1742 - 1799)
  • Die Menschen glauben viel leichter eine Lüge, die sie schon hundertmal gehört haben, als eine Wahrheit, die ihnen völlig neu ist. Alfred Polgar, österreichischer Schriftsteller und Kritiker (1873 - 1955)
  • Das sind die Weisen, die durch Irrtum zur Wahrheit reisen. Die im Irrtum verharren, das sind die Narren. Friedrich Rückert, deutscher Dichter (1788 - 1866)
  • Eine Lüge ist bereits dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe anzieht. Mark Twain amerikanischer Schriftsteller (1835 - 1910)
  • Die Wahrheiten, die wir am wenigsten gern hören, sind diejenigen, die wir am nötigsten kennen sollten. Sprichworte oder aus China.
                              Liste der Militäroperationen der Vereinigten Staaten

                              Das Aussprechen der Wahrheit ist ein revolutionärer Akt.


                              Montag, 7. Februar 2022

                              Der neutrale Beobachter



                              Jeder erzählt es anders; aber keiner richtig.

                              Point-of-View-Shot - Neutralität, Standpunkt und Perspektive.

                              Und diese Erzählperspektive hat schon immer Menschen blind gemacht. Und auch in der heutigen Zeit macht sie blind. 

                              In diesem kleinen Beispiel geht es um Sichtweisen und Standpunkte. Es geht um die

                              Erzählperspektive. 

                              Das Leben kann nämlich auch ganz schön doof sein, wenn nur Mist erzählt wird.

                              In der Literatur ist die Erzählperspektive die Sichtweise des Erzählers. Von dieser Sichtweise hängt es unter anderem ab, wie der Leser in ein Geschehen eingeführt und beeinflusst wird. Man spricht auch vom Erzählstandort. Im Englischen bezeichnet man diesen Erzählstandort treffend als point-of-view. 

                              Ein Point-of-View-Shot ist in der Filmtheorie eine Einstellung, die den Zuschauern einen Blick durch die Augen einer Figur der dargestellten Handlung ermöglicht.

                              (Quelle Point-of-View-Shot: Wikipedia)

                              Nun gehen wir einmal in unsere heutige Zeit und Realität. Auch dort gibt es „Point-of-View“.

                              In den alten amerikanischen Western waren die Indianer meist die Bösen. Tja, liebe Indianer; ganz schön blöd, wenn alle der Meinung sind, dass man der Depp ist. 

                              Später gab es andere Filme, mit den gleichen Geschichten. Aber da waren die Indianer oftmals aus einer ganz anderen Sicht dargestellt.  Da waren die amerikanischen Soldaten die Bösen; insbesondere General George Armstrong Custer.

                              Es kommt also immer darauf an wer eine Geschichte, wie erzählt.

                              Nehmen wir jetzt einmal eine Geschichte mit „Volk A“ und "Volk B“. Nennen wir sie die Alphas und die Betas. Das kann ein Western sein, ein historischer Roman, eine Abenteuergeschichte, eine Science-Fiction Geschichte, Fantasy oder was auch immer.

                              Wir erzählen die Geschichte aus der Sichtweise der Alphas. Es gibt ein Buch und einen Film. In dem Film sind die Darsteller der Alphas bekannte beliebte Schauspieler. Die Leute der Betas sind eher unbeliebt und hässlich. Die Geschichte geht mit dem Triumph und Happy End der Alphas aus.

                              Nun erzählen wir die gleiche Geschichte aus der Sicht der Betas. Nun sind die beliebten und berühmten Schauspieler auf der anderen Seite. Auf einmal lernt man die Betas besser kennen. Sie sind weder hässlich noch böse. Nun kann die Geschichte auch mit dem Triumph und Happy End der Betas ausgehen.

                              Und nun nehmen wir eine weitere Perspektive.

                              Sie sind ein unabhängiger neutraler Beobachter, der alles von Anfang bis zum Ende verfolgt hat. 

                              Und wieder haben wir eine andere Sichtweise. Aber in dieser Sichtweise fehlt die einseitige Dramaturgie. Es gibt keine einseitige Spannung und keine einseitige Bosheit. 

                              Hier sind wir der Wahrheit näher. Aber der Wahrheit fehlen in den Filmen dann vielleicht die Spannung und der aufbauende Hass, was nur mit einem Happy End befriedigt werden kann.

                              Der unabhängige Beobachter erzählt jedem Volk, was es für Stärken und Schwächen hat, und welche Fehler es machte. Aber weder die Alphas, noch die Betas, wollen das hören.

                              Klar wer hier der Depp ist. Der unabhängige Beobachter ist der Depp. Klar ist auch, dass das Leben nun für diesen Beobachter ganz schön blöd läuft. Besser, wenn er die Klappe hält und nichts sagt. Es könnte auch gesünder für ihn sein. Denn er steht ganz alleine da. Genau wie die Wahrheit.

                              Diese dritte Sichtweise ist selten. Sie entsteht gerade erst jetzt, in unserer Zeit. Man benötigt sie aber um Frieden zu schaffen, und zwischen den Kontrahenten zu vermitteln. Es bedarf schon etwas Weisheit, und man muss aus der Geschichte der Menschheit etwas gelernt haben. Um diese „Dritte Sichtweise C“ zu ermöglichen, muss man sich frei machen von den Manipulationen von „Sichtweise A“ und "Sichtweise B". Da der Mensch aber alle Zeit in Gruppen und Herden existierte, kann man eine dritte Sichtweise, die unabhängig von diesen Gruppen existiert, nicht akzeptieren. Man ist entweder für eine Seite, oder man ist dagegen. Eine dritte unabhängige "Sichtweise C" darf es also nicht geben. Und  gibt es sie doch, bekommt sie eins auf die Glocke; aber ganz gewaltig.

                              Das ist übrigens auch in der Politik so. Die Gesellschaft unterscheidet größtenteils nur zwischen Links und Rechts, oder Ost und West, usw. "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns". 

                              Eine neutrale unabhängige und unparteiische Mitte wird nicht akzeptiert. Alles was außerhalb der eigenen Perspektive ist, muss automatisch zu den anderen gehören.

                              Ja, das Leben ist manchmal ganz schön blöd. Und wenn diese Gedanken wirklich die Welt formen, dann sind wir irgendwann im Arsch. 

                              2012 sollte die Erde unter gehen. Sie existiert bekanntlich noch. Immer wenn etwas Mystisches aus der Geschichte der Menschheit eine Veränderung voraus sagt, glauben die Menschen die Erde würde unter gehen. Was aber, wenn es kein Weltuntergang, sondern eine „Weltveränderung“ gibt? Was ist, wenn einige Menschen sich anfangen zu verändern? Die anderen Menschen verstehen die dritte Sichtweise nicht. Was nicht so ist wie sie, und denkt wie sie, muss dumm, irrsinnig oder ein Verräter sein. Die Völker unserer Geschichte glauben also, dass es sich bei dem unabhängigen Beobachter um Verräter, Spione oder Sympathisanten des anderen Volkes handelt. Von einer dritten Sichtweise wissen sie nichts, weil es ihnen an Weisheit fehlt.

                              Wer eine Gegenseite auf niederträchtige Art diffamieren will, muss nach einem abwertenden Begriff suchen, mit dem man jegliche Argumentationen sammeln und mit einem Schlag vernichten kann.

                              Eine dritte unabhängige Sichtweise ist nicht gern gesehen. Und die Mehrheit der Menschen ist sich dessen nicht bewusst und ist auch leider noch nicht fähig dazu.

                              Wer neutral Denken gelernt hat, bekam im Laufe der Geschichte immer schon eins auf die Fresse.

                              Wir brauchen die dritte Sichtweise. Denn damit verändern wir die Welt zum Positiven und schaffen Frieden. 

                              Mit unseren Gedanken formen wir die Welt. 

                              R. Janson


                              Sonntag, 30. Januar 2022

                              Minijob und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB)

                              Manchmal hat man das Gefühl, dass zwar jeder Arbeitnehmer die Hilfe einer Gewerkschaft in Anspruch nehmen kann; nur nicht der Minijober. Der hat den DGB sogar noch zum Feind.

                              Der Begriff der geringfügigen Beschäftigung wurde mit der Schaffung des SGB IV zum 1. Juli 1977 eingeführt. Seit dem wurde immer wieder mal etwas geändert.

                              Zum 1. April 2003 wurden die Regelungen erneut geändert. Die Geringfügigkeitsgrenze wurde auf 400 € angehoben. Die Begrenzung auf weniger als 15 Wochenstunden entfiel. Die Ausübung einer geringfügig entlohnten Beschäftigung, neben einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung, wurde wieder möglich. Zum 1. Januar 2013 wurde die Entgeltgrenze für geringfügig entlohnte Beschäftigungsverhältnisse dann von 400 € auf 450 € angehoben.

                              Und genau darum geht es: „Neben einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung.“

                              Ich kenne es seit meiner Kindheit. Ich bin 1956 geboren. Nebenjobs waren im Arbeiterbereich immer mal wieder notwendig. Man hat damit den Lohn aufgebessert. Ja, und oftmals auch später die Rente. In der heutigen Zeit bessern auch viele Rentner ihre Rente mit einem Minijob auf. Dieser kleine Zusatzverdienst war seit Jahrzehnten in vielen Haushalten notwendig und gut. Man hatte ein Haus zu bezahlen, musste andere Schulden zahlen, oder hat etwas angespart wenn unvorhergesehene Ausgeben anstanden. Auch Urlaube wurden damit angespart, oder man hat auch schon mal innerhalb des Familienkreises weiter helfen können, wenn „Not am Mann“ war. Und das ist heute sehr oft so.

                              Aber der Minijob hatte bisher auch seine Bürden. Immer dann, wenn man sich als Minijober irgendwo eingearbeitet hatte und monatlich irgendwo ein paar Stunden arbeitete, gab es eine Lohnerhöhung, weil alles teurer wurde. Die Löhne wurden also dem „teurer werden des Lebens“ angepasst. Nur nicht im Minijob. Dort musste man nun Arbeiten wegfallen lassen, weil man ja nicht einfach an einer Arbeit eine Stunde früher Schluss machen kann, weil der monatliche Höchstbetrag erreicht ist. Also viel dieser Arbeitstag ganz weg; was sogar – wenn der Arbeitgeber keinen anderen angepassten Minijob-Auftrag hatte – bedeutete, dass man weit weniger verdiente als zuvor.

                              Nun (2022) soll im Oktober die Entgeltgrenze für geringfügig entlohnte Beschäftigungsverhältnisse von 450 € auf 520 € angehoben werden.

                              Wer sich freut sind die Rentner, die sich ihre Rente etwas aufbessern, oder Arbeitnehmer/innen, die sich einen kleinen Zuverdienst organisieren. Aus welchen Gründen auch immer. Oftmals reicht heutzutage ein einziges Arbeitsverhältnis zum Leben nicht aus. Da ist man sehr oft auf einen Zweitjob angewiesen.

                              Wer sich dagegen wehrt, sind die Gewerkschaften. Aber gerade die Gewerkschaften müssten eigentlich wissen, wie sich die Arbeiter/innen, über Wasser halten.

                              Der DGB hat sich gegen eine Anpassung der 450 € auf 520 € entschieden, und entsprechend hart dagegen protestiert.

                              Das ist nicht in meinem Sinne, und ich bin seit 50 Jahren in der IGBCE. Ich bin auch in unserem Ortsgruppenvorstand.

                              Ich habe daher kein Verständnis für die Reaktionen der Gewerkschaften, die dem „Kleinen Mann“ die 70 € nicht gönnen wollen. Wäre ich DGB Mitglied, würde ich sofort austreten. 

                              Seit 2013 wurde der monatliche Höchstbetrag nur ein einziges Mal um 50€ monatlich angehoben. 

                              Ein Hammer ist nicht schuld, wenn man sich damit auf den Daumen schlägt. Argumente wie: "Kaum Rechte, schwierige Bedingungen Rechte durchzusetzen, nur minimale bis keine Absicherungen", dies trifft eher in Leiharbeitsfirmen zu; und nicht auf den Minijober. Aber mit solchen Argumenten schießen die Gewerkschaften nun gegen die Minijober. Es gibt zum Beispiel eine Bezeichnung bei GLS, die von schlecht und unwürdig behandelten Leiharbeitern (meist ausländischen Arbeiter) benutzt wird: "GLS ganz legal Sklave". Und das ist nur ein Beispiel von jahrzehntelanger Leiharbeiter-Ungerechtigkeit.

                              Da sollte man die Augen auf machen. Aber bei solch schlechten Arbeitsverhältnissen schaut man gerne gezielt weg. Mit dem ausländischen Arbeiter kann man es ja machen. Für solch eine Rassendiskriminierung habe ich kein Verständnis. Ein Deutscher lässt sich das eher nicht mehr gefallen; auch nicht im Minijob. 

                              Aber sich aufregen, wenn die Lohnerhöhung auch einmal bei den Minijobs, und den Rentnern ankommt, und nicht jedes Mal durch einen Höchstbetrag ausgebremst wird. Nein dafür habe ich kein Verständnis. Sorry. Ich sehe das so. Lohnerhöhungen nutzen nur etwas, wenn sie NICHT durch einen monatlich vorgeschriebenen Höchstlohn ausgebremst werden. Heute (2022) sind ja wohl - und das dürfte auch der gewerkschaftliche Minijob-Gegner einsehen - 400€ weit weniger wert als 2003. Und da stört man sich sogar noch an den 50€, die es 2013 als Anpassung gab. Eine dynamische Anpassung auf die Lohnerhöhungen gibt es nicht, und wird durch einen Tritt in den Hintern Jahr für Jahr, durch den Festbetrag (450€), ausgebremst. Versucht man das zu erklären, stößt man jedesmal auf Widerstand.

                              Die deutsche Welt wird nicht unter gehen, wenn man die Politik nun das machen lässt; nämlich den Betrag ein weiteres Mal, den teuren Lebensverhältnissen und Lohnerhöhungen der vergangenen Jahre, um 70€ monatlich zu erhöhen. 

                              Ich wünsche ein herzliches

                              Glück Auf

                              Rüdiger Janson.

                              Donnerstag, 3. Dezember 2020

                              Eine Lanze brechen für die Jugend.

                              Ich möchte hier einmal einen Text zur aktuellen Corona-Lage schreiben.

                              Man erlebt es immer wieder. Es geht immer wieder darum, Partys generell als Corona-Partys zu bezeichnen. Ich bin da etwas skeptisch. Sind das wirklich alles Corona-Partys? Oder wird hier wieder einmal, wie in den letzten Jahren so üblich, verstärkt ein Totschlagargument (Killerphrase) angewendet. Vielleicht sind es ja vereinzelt wirklich Corona-Partys; das kann man nicht ganz abstreiten. Aber alle über einen Kamm zu scheren ist sehr fraglich. Waren wir nicht alle mal jung? Man kann junge Leute nicht einsperren und ihnen sagen, schaut euch am Wochenende an wie ein Bauer eine Frau sucht, oder ein XY-Promi im Dschungelcamp Känguru-Eier isst. Junge Leute wollen am Wochenende raus und gemeinsam Spaß haben, sich treffen, tanzen, Musik hören, flirten und „einen Trinken“. Wir waren doch alle mal jung. In Chicago in den 30iger Jahren hat man Alkohol verboten. Das ging auch nicht. Aber immer wieder werden junge Leute als das Problem Nummer 1 tituliert. Das sind sie aber nicht. Denn gerade diese jungen Leute machen derzeit am wenigsten Probleme; wenn die Geschäftsführung von Discountern anordnet, dass man nur noch mit Einkaufswagen in einen Markt darf. Dann fragen die höchstens noch: „Muss ich“? Nach dem man das bejaht sagen sie: „Na gut“. Sie nehmen ihren Einkaufswagen und gehen problemlos einkaufen; und wenn es nur eine Cola ist. Das wirkliche Problem sind einige Leute der Generation „Deutsch -65+“. Das sind die Härtesten. Was sich da teilweise abspielt ist unglaublich. Da wird diskutiert bis zum Erbrechen. Sie schimpfen, wollen sich vorbei zwängen und werden frech wie Rotz, wenn es nicht funktioniert. Dann folgt das Argument, dass man ja nur eine Zeitung kaufen will, und man dafür ja wohl keinen Einkaufswagen braucht. Denen klar zu machen, dass es um das Zählen der Kunden geht, und um eine zusätzliche Abstandhaltung im Laden, ist sinnlos. Das geht scheinbar nicht in den Schädel. Die laufen an drei großen Schildern vorbei, die die Geschäftsführung aufgestellt hat, und wollen dann noch an den Leuten vorbei, die an den Eingängen platziert sind. Dann kommen sie auch noch protestierend zurück und zeigen den einzigen Artikel – eine Zeitung - die im Einkaufswagen liegt. Wie soll man denen jetzt klar machen, dass die Geschäftsführung auf das Ordnungsamt und die Vorgaben der Politik reagiert, und gezwungen ist entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Ich bin Rentner (Bin selbst 64 Jahre alt) und mache das auf Mini-Job Basis. Daher spreche ich aus Erfahrung. Es sind tatsächlich einige Leute der älteren deutschen Generation, die an Märkten einen Aufstand machen, wenn Regeln wie jetzt, verschärft werden. Obwohl es überall durch die Medien ging, und wir das schon im Mai-Juni erlebt hatten, sind es tatsächlich Leute der älteren Generation, die nicht verstehen wollen, dass die Marktleitung diese neuen Regeln bestimmt hat. Und das auch nur auf Anweisung von "oben". Dann aber, den Leuten im Verkauf und am Eingang Frechheiten zu machen und zu sagen: "Ihr habt sie nicht mehr alle", das muss man erst mal wegstecken. Dann gibt es noch vereinzelt ein paar äußerst arrogante Typen mittlerer Altersgruppe (generell aller Nationen), die die Leute an den Eingängen einfach gar nicht beachten wollen. Aber der Großteil ist wirklich vorbildlich und in Ordnung. Die wissen, dass die kleinen Leute vom Markt nichts dafür können. Man muss das einfach mal sagen. Denn was sich da teilweise abspielt ist unglaublich. Der größte Teil der Kunden verhält sich angemessen richtig und gut. Die wissen, dass die Beschwerdestellen ganz wo anders liegen. Man kann immer geteilter Meinung sein; aber wenn wir diese Regeln einhalten müssen, um auch nur einen Artikel zu kaufen, dann können wir das am Geschäftseingang nicht ändern. Auch nicht in der Tankstelle, wo das Maske-Tragen scheinbar das „Problem Nummer 1“ ist. Es geht nicht darum, wer die besseren Argumente hat. Es geht darum diese Regeln, die es nun mal gibt, zu befolgen. Die Bäckereifachverkäuferin zu beschimpfen, weil man eine Maske tragen muss, ist völlig daneben. Die kann auch nichts dafür. Es gibt nun mal viele Leute, die nach unten treten und nach oben kriechen. Keiner macht so viele Probleme wie „Deutsch Minus-Plus 65“ Auch keine „Neubürger“ irgendwelcher Herkunft. Man trifft alle möglichen Leute. Man trifft Leute, die am liebsten Ganzkörperkondome tragen würden und sich in Desinfektionsmittel baden und damit das Auto waschen. Und man trifft Leute, die seit Monaten scheinbar die gleiche Schutzmaske tragen; sodass das Innere schon nach außen dringt. Aber das größte Problem ist wirklich nicht die Jugend, die man nachts im Ortsinneren mit Streifendiensten in den Gassen sucht, um „Rudelbildung“ zu zerstreuen. (Auch wieder so ein böses „Totschlag-Wort-Argument“) Das größte Problem sind ein paar wenige der Generation „um die 65“, auch darunter. Das musste mal gesagt werden.

                              saarbruecker-zeitung

                              Dienstag, 20. Oktober 2020

                              Montag, 13. April 2020

                              Der genervte Corona-Bürger explodiert bald.

                              Wenn die Regeln nicht schon bald vernunftgemäß angepasst werden, wird die aufkommende Aggressivität schlimmer als das Virus selbst.

                              Es geht zum Beispiel auch um die Supermärkte. In den meisten Märkten ist, bevor man überhaupt rein kommt, ein großer Vorraum mit anderen kleineren Geschäften. Ich habe bei uns im Ort beobachten können, dass man der Bevölkerung auch wenigstens ein klein wenig vertrauen kann und soll, weil sie schon von alleine sensibel genug mit der Situation umgehen. Die restlichen Anderen lernen es eh nie. Also warum muss man dann, wenn man nur in die dortige Apotheke oder zum Bäcker, Tabakladen, Lottoannahmestelle usw. will, einen Einkaufswagen mitnehmen. Manchmal muss man sogar (weil der direkte Weg mit Barrieren abgesperrt ist) durch den Supermarkt selbst gehen - und mit leerem Einkaufswagen in der Schlange an der Kasse warten -, um überhaupt zum Tabakladen oder zum Bäcker zu gelangen. Das ist eine nicht nachvollziehbare Bevormundung mündiger Bürger, die sehr wohl auch selbst - auch ohne Einkaufswagen - im Vorraum der Supermärkte Abstand halten. Und dann muss man sich einmal überlegen, wer sich der größten Corona-Gefahr aussetzt: Es sind die Security-Leute dieser Märkte. Besonders wenn der Kunde erwartet, dass jemand alle Einkaufswagen desinfiziert hat. Oder dass immer ein solch desinfizierter Wagen vor dem Supermarkt bereit steht. Ja was glaubt man denn wer zuerst erkrankt? Es sind genau diese Leute, die das täglich machen sollen. Das muss aufhören. Desinfizieren sollte jeder Kunde selbst. Und wer ohne Einkaufswagen durch den Laden läuft, sollte von anderen couragierten Kunden und Angestellten entsprechend darauf aufmerksam gemacht werden. Jede Krise verlangt, dass man das eventuell vorhandene Gehirn einmal einschaltet. 
                               Dann dieses ewige "Bleibt Zuhause". Niemand weiß so genau, ob man an den Angelweiher in den Wald darf, wo die Luft 100% besser ist, als in den abgeriegelten vier Wänden. Oder darf man in den Schrebergarten? Darf man überhaupt in den Garten? Darf man spazieren gehen oder Wandern. (Viele Wanderwege sind gesperrt) Wie weit darf der Spaziergang sein? In Sachsen offenbar nur in der eigenen Straße. Sport im freien ist erlaubt; aber nur in der eigenen Wohnung, oder wie? 
                              ( Weiteres hier: Bild beschreibt 10 seltsame Corona Regeln )
                              Scheinbar macht jede Landesregierung was sie will und für richtig hält. Sie übertreiben gerne, und machen eigenständig aus einer Ausgangsbeschränkung mit vorgegebenen Regeln, eine Ausgangssperre mit "Verlassen der Wohnung nur mit triftigem Grund". JA WAS DENN NUN? Spazieren gehen ist kein triftiger Grund. Man ist mal wieder päpstlicher als der Papst. 
                              Wenn es nach den Vorgaben geht, dann soll man den ganzen Tag zuhause in den stickigen vier Wänden sitzen bleiben. Da nützt das beste Lüften nichts. Was das für gesundheitliche Folgen hat, wegen mangelnder Bewegung, ist nicht durchdacht worden. 
                               Weitere Probleme, die man völlig ignoriert: Man braucht Schuhe für die Kinder, oder eine Waschmaschine, weil die alte Waschmaschine kaputt ist. Man braucht einen Kaffeeautomat oder Blumen; die man nicht im geschlossenen Blumenladen bekommt, aber im Lidl. Amazon und andere Internetanbieter lachen sich kaputt und DhL kommt mit Ausliefern nicht nach. Die Leute lernen im Internet zu kaufen und die Läden in der Stadt gehen der Reihe nach kaputt. Auch kleinere Unternehmen (Fitnessstudio, Friseure, Gaststätten, Hotels, Geschäfte usw.) haben Existenzängste. 
                              Die Kinder sitzen zuhause an ihren Computerspielen. Sie dürfen nicht raus, nicht in die Schule und auf keinen Kinderspielplatz.
                               Diese ganzen Regelungen sind völlig unprofessionell dahin gesaut und vollkommen hirnrissig. Es gibt viele solcher Beispiele. Man könnte weiter machen. Wenn da nichts geändert wird, dann nehmen die Menschen einen größeren Schaden an diesen unprofessionellen und in keinster Weise durchdachten und nicht weiter bearbeiteten Regelungen, als durch das Virus selbst. Die Menschen werden unruhig, nervös, gereizt und sie fühlen sich "nicht verstanden". Die Regierung schirmt sich ab und hat kein offenes Ohr für die Erfahrungen der Bevölkerung. Und wenn man das alles - und noch viel mehr - analysiert, dann kommt im Fernsehen der allgemein und ständig wiederholende Werbespot: "Wir bleiben Zuhause". Warum nicht mal dem Großteil der Bevölkerung (mündige Bürger) vertrauen? Man erkennt es an jeder kleineren Bäckerei oder Metzgerei; wo die Kunden vor dem Geschäft mit entsprechendem Abstand warten. Ich sage daher: Wenn es da keine vernünftigen, und dem mündigen Bürger vertrauensvolle, Verbesserungen gibt, dann endet das in einer immer weiter aufkommenden Aggressivität, die einige Leute wie Polizei, Ordnungsamt, Sicherheitsleute und Verkäuferinnen (Verkäufer) ausbaden müssen. Und die Politik tut so, als wüsste sie von nichts und gibt weiter den Ratschlag, dass wir alle nicht vor die Tür gehen dürfen. Und irgendwann kommt der allgemeine Stinkefinger. Das kann dann keine Strafandrohung und keine Polizei mehr stoppen. Alle loben die Regierung, wie wunderbar sie damit fertig wurde; ich nicht.