Wir begrüßen heute im Studio der „Allgemeinen Gemeinschaft der Dummschwätzer“ (AGD) zu einem Interview: Die Leberwurst.
Liebe Leberwurst,
man sagt ja, so spricht der Volksmund, dass sie leicht und schnell beleidigt sind. Was ist denn die Ursache dafür und sind diese Behauptungen gerechtfertigt.
Leberwurst:
Gerechtfertigt??? Ich will ihnen einmal etwas sagen: Ihr Menschen habt es gerade nötig uns Leberwürste so etwas nachzusagen. Das darf ja wohl nicht wahr sein. Seit ihr noch ganz dicht?
Man braucht nur jemanden in der Stadt zwei Sekunden lang anzusehen, und schon regt der sich auf, und droht dir mit "eine auf die Fresse Alda".
Man macht Satire über einen Politiker, und schon wird eine Staatsaffäre draus.
Man macht sich lustig über gewisse Religionen – die ich jetzt aus besagten Gründen nicht nennen will – und schon werden die Schnellfeuergewehre geladen.
Und ihr Hirnis fragt uns Leberwürste, warum wir immer gleich die beleidigte Leberwurst sind?
Gleich gibt eine auf die Glocke Mann.
Studio AGD
Nun wollen wir uns aber nicht aufregen! Es ist ja nicht persönlich gemeint. Wir haben gehört, dass die Gemeinschaft der deutschen Leberwürste eine Petition einreichen wollen.
Leberwurst
Ja, wir sammeln Unterschriften um dieses Vorurteil aus der Welt zu schaffen. Denn wir Leberwürste, sind im Vergleich zu den Menschen, weitaus weniger beleidigt. Dass das mal klar ist.
Bei uns Leberwürsten gibt es auch ein Sprichwort. Das heißt: „Beleidigtes Menschlein“ .
Wenn eine Leberwurst so bezeichnet wird, ärgert sie sich natürlich sehr. Denn es ist eine wirklich tiefgreifende Beleidigung.
Studio AGD
Das Sprichwort der beleidigten Leberwurst ist aber nun schon so alt, das bekommen Sie auch mit einer Petition nicht mehr aus dem Sprachgebrauch der Menschen weg.
Leberwurst
Das sind doch Vorurteile und Verleumdungen.
Haben wir jemals eine Klage wegen Beleidigung eingereicht? Nein.
Haben wir uns jemals über Satire – ob religiös oder politisch motiviert – aufgeregt? Nein.
Hat man jemals etwas in den Zeitungen oder den Medien überhaupt, etwas von uns gehört, dass wir beleidigt reagierten und Strafe forderten oder gar selbst ausgezogen sind um zu bestrafen? Nein.
Warum lasst ihr es dann nicht sein, uns Leberwürste in eure menschlich dumm kindische Reaktionen hineinzuziehen?
Die Gemeinschaft der deutschen Leberwürste fordert daher, uns künftig aus dem Spiel zu lassen, wenn es darum geht Vergleiche mit "Beleidigten Individuen" zu ziehen. Denn wir wollen auf gar keinem Fall mit Menschen verglichen werden. Und schon gar nicht schlechter dargestellt werden. Denn unsinniger als viele Menschen, kann sich keine Leberwurst dieser Welt verhalten. So beleidigt wie Menschen, können wir Leberwürste niemals sein. Wir verbitten uns daher entschieden, diese Beleidigung der "Beleidigten Leberwurst" künftig anzuwenden. Sonst müssen wir Leberwürste die erste Montagsdemo der Leberwürste planen.
Studio AGD
Äh … Ja … Das war bei uns zu Gast im Studio, die bel … äh nee, die Leberwurst. Ob die Leberwürste nun wirklich eine Montagsdemo planen, erfahren Sie bei uns. Wir informieren Sie weiter.
Danke liebe Leberwurst, für das Interview.
Leberwurst
Bitte, gerne.
Es geht um Bücher, Zukunft, Science-Fiktion, Karate, Religion, Gesellschaft, Politik, Weisheit, Wissenschaft, Forschung und Weltall..
Montag, 18. April 2016
Donnerstag, 10. März 2016
Sprichworte und ihre Bedeutung. (01a)
Es gibt so viele kluge Zitate auf der
Welt. Und nur allzu oft verfallen wir in eine unüberlegte
Bewunderung. Weil wir auch klug sein wollen, widersprechen wir
solchen Zitaten nur selten oder gar nicht. Und manchmal verstehen wir
sie auch nicht wirklich. Das ist so, weil Zitate manchmal schwer zu verstehen sind. Eine Weisheit entsteht als Gedanke oder als Bildnis im Kopf. Ein solcher Gedanke entsteht niemals in Worten. Es ist aber schwer, einen solchen Gedanken in Worte zu fassen. Manchmal trifft man den eigentlichen Gedanken, mit den ausgesuchten Worten, nicht richtig. Und manchmal wird er einfach nur, aus einer anderen Sprache, falsch übersetzt.
Nehmen wir doch einmal ein solches
Zitat unter die Lupe.
…..
"Solange du dem anderen sein
Anderssein nicht verzeihen kannst, bist du weit ab vom Weg zur
Weisheit."
Chinesisches Sprichwort ..
…..
Manchmal auch als Buddhistische
Weisheit benannt; was eher falsch sein dürfte. Denn Buddha hätte so
eine falsche Weisheit wohl kaum von sich gegeben.
Aber wieso ist sie falsch?
Ja, sie ist falsch.
Denkpause
Na? keine Antwort gefunden?
Na, dann will ich mal etwas helfen.
Warum sollte man einem anderen sein
Anderssein verzeihen müssen?
Verzeihen muss man das Anderssein doch
nur, wenn es falsch ist.
Wieso aber muss ein „Anderssein“
verziehen werden?
was gibt es da zu verzeihen?
was gibt es da zu verzeihen?
Wieso muss folglich alles „Anderssein“
falsch sein?
Und verzeihen muss man es doch nur,
wenn man sein eigenes „Sein“, für das einzig Richtige hält.
Was ist das für eine innere
Einstellung und für ein Denken, wenn man sich selbst als Vorbild und
Ideal ansieht, und einem anderen „unvollkommenen“ Mensch seine
„Unvollkommenheit“ (Anderssein) verzeihen muss, damit man selbst
als weise erscheint?
Man kann ein Anderssein akzeptieren;
aber warum muss man es verzeihen?
Also war der Verfasser dieser Weisheit
selbst noch sehr weit entfernt, von der ihm angepriesenen Weisheit.
Oder es handelt sich um einen kleinen, aber sehr entscheidenden,
Übersetzungsfehler, der aus dem Chinesischen falsch wiedergegeben
wurde.
Es gibt viele „kluge Zitate“ die,
nach näherer Betrachtung, gar nicht so klug sind. Denn ihre
Verfasser waren auch nur Menschen. Und alle Menschen, sind und waren,
eben nur Menschen. Menschen mit all ihren Fehlern.
Und wenn es dem Übersetzer an Weisheit
mangelte, können eben kleine Worte, vieles entscheidend verändern.
Oder müssen Sie einem Juden verzeihen, dass er ein Jude ist? Oder einem Flüchtling, dass er ein Flüchtling ist?
http://synonyme.woxikon.de/synonyme/verzeihen.php
Oder müssen Sie einem Juden verzeihen, dass er ein Jude ist? Oder einem Flüchtling, dass er ein Flüchtling ist?
http://synonyme.woxikon.de/synonyme/verzeihen.php
Mittwoch, 17. Februar 2016
Das dumme Volk
Ich denke, es ist uns gar nicht so
richtig bewusst, was gerade geschieht. Es ist eine Veränderung des
Denkens im Gange, die uns zu überrollen droht. Der Grund ist die
Informationsflut, die es - so wie sie derzeit stattfindet – früher
nicht gab.
Wenn man so zurückblickt ins
Mittelalter, dann war das Volk ganz nach den Vorstellungen der
herrschaftlichen Klasse geraten. Die meisten Bürgerinnen und Bürger
konnten weder lesen noch schreiben. Es gab kaum Information was in
der Welt geschah, und Bücher waren auch selten, oder es gab gar
keine.
Schriften die unangenehm waren kamen auf den Index.
Das Volk arbeitete. Es ging dem
erlernten Beruf nach. Sie glaubten an Hexen und Dämonen, erzählten
Märchen und Schauergeschichten und glaubten die Wälder würden von
Zyklopen beherrscht.
Die Menschen erlebten Kriege, Seuchen,
und Zeiten des Aufbaus. Und über allem stand die Kirche und der
Staat.
Informationen waren nicht erwünscht.
Das Volk sollte dumm gehalten werden. Ein dummes Volk stellt keine
Fragen. Es arbeitet, zieht in den Krieg und baut alles wieder auf.
Doch die Zeit schreitet voran.
Da nützten auch die
Bücherverbrennungen nichts. Radio, Fernsehen und Zeitungen sorgten
nun für einen regen Informationsfluss. Und wenn man diese neuen
Medien nicht verbrennen kann, dann muss man sie eben beherrschen.
Das ist so geblieben, bis das Internet
und die weltweite Vernetzung hinzukam. Diese WWW konnte man nicht
gänzlich beherrschen. Es dauerte ein paar Jahre bis es gut anlief.
Man könnte die Startphase dieser neuen Entwicklung etwa in Jahr 2012
legen.
Was nun geschah war ein
Internet-Marktschreien der Sonderklasse. Man muss sich das wie einen
riesigen Marktplatz vorstellen, auf dem alle durcheinander schreien
und durcheinander übertreiben und durcheinander Lügen und
durcheinander beeinflussen.
Die Information droht durch dieses
Niedertrampeln der Wahrheiten, gänzlich ins Mittelalter
zurückzufallen; wenn da nicht … ja … wenn da nicht dazwischen
ein paar Stimmen zu hören wären, die es sich anzuhören lohnt.
Und plötzlich wurden die Lügner auf
allen Seiten zu Dorfnarren.
Sie standen da wie Trottel und logen
weiter.
Und sie merkten nicht, dass sie
ausgelacht wurden.
Doch es gab noch viele Leute, die ihnen
zuhörten und nicht bemerkten, wie ihre Lügennasen immer länger
wurden.
Und die jahrhundertelange eingefahrene
Machtstruktur, die sie inne hatten, war auch nicht zu brechen.
Was nützt aber die Wahrheit, die einige Leute zumindest erahnen oder erforschen können, wenn sie der Gleichgültigkeit einher fällt?
Doch die Wahrheit war gesät und wurde
geerntet. Und sie vermehrte sich.
Und es kam eine schlimme Zeit, in der
die Lügner, die als Dorftrottel erkannt wurden, mit Schimpf und
Schande davon gejagt wurden.
Und das Volk musste wieder einmal alles
aufbauen. Doch ob die Stadtmauer der Wahrheit, dem Ansturm der Lügner
stand halten wird, wusste niemand.
Montag, 11. Januar 2016
Auszug aus "Eden 2610". Ein Buch, aus dem Jahr 1993 bis 1997
„Die Menschheit wurde immer gewalttätiger. Wirklich schwer hatten es die ehrlichen und aufrichtigen Menschen. Sie wurden sinnlosen Streitereien ausgesetzt, die beim Nachbarn anfingen und beim Staatenkonflikt endeten. Immer mehr Menschen wurden arbeitslos und es gab immer mehr Obdachlose. Die Kluft zwischen Arm und Reich wurde immer größer. Viele Menschen suchten Halt in ihrem Glauben; doch der wurde von der neuen Zeit auch nicht verschont. Viele Religionen zerbrachen und es entstanden zahlreiche Sekten, die teilweise große Macht ausübten. Die Verbrechensrate stieg ins Unermessliche. Mord, Totschlag, Vergewaltigung und Diebstahl waren in Städten und Dörfern alltäglich. Fußgängerzonen verwandelten sich in Schlachtfelder, und in Einkaufszentren schlug man sich die Köpfe ein um ein Stück Wurst oder Fleisch zu beschaffen. Überfälle auf Lebensmitteltransporte und Plünderungen von Geschäften waren ebenfalls alltäglich. Es gab kaum noch Gerechtigkeit und immer mehr Staaten drohten zu zerbrechen. Immer mehr Menschen drängten sich in die Länder hinein, denen es noch einigermaßen gut ging. Der Rassenhass wurde wieder stärker, und entsprechende Führer scharten wieder Menschenmassen um sich. Skrupel oder Komplexe hatten noch die wenigsten Menschen. Das Töten wurde zum Spaß, und wer einen guten Pornofilm sehen wollte musste nicht ins Kino gehen; es genügte wenn man im Park spazieren ging. Die Gesellschaft hatte keine Moral mehr. Permanenter Vandalismus und der Schrei nach Gewalt wurden zum Spielzeug des Bösen. Statt das verlorene Paradies zu suchen, versuchten die Menschen das zerstörte Sodom und Gomorra wieder zu errichten. Jugendliche Schläger terrorisierten die noch funktionierende Gesellschaft aufs brutalste. Sie entwickelten sich geistig immer mehr zurück. Es gab viele Menschen die sich mit Schusswaffen gegen die massive Bedrohung von der Straße und gegen Plünderungen zur Wehr setzen. Ein schreckliches Durcheinander begann. Es wurde geplündert und gemordet. Die Natur besorgte den Rest. Die Menschen starben durch zahlreiche Kriege. Sie kämpften um Öl, Wasser und aus religiösen Gründen gegeneinander. Seuchen, Hunger, Mord, Unwetter und Selbstmord besorgten den Rest.”
Donnerstag, 7. Januar 2016
Silvester 2015/16
Ist sonst nicht meine Art, aber langsam
reicht es. Statt uns über eine Armlänge Abstand lustig zu machen,
sollten wir uns folgende Fragen stellen.
Wir sind also Ungläubige?
- Wir machen keine Unterschiede bei den Menschen. Alle Menschen sind gleich; ob schwarz oder weiß oder Mann und Frau. Ob Muslime oder Christ oder Buddhist und Hindu. Alle Menschen sind gleich. Sind wir deshalb ungläubig?
- Wir vergewaltigen nicht gleich die Werkbank, nur weil wir in einer Perückenfabrik arbeiten. Unsere Friseure können Frauen die Haare frisieren ohne sexuell auszurasten. Sind wir deshalb Ungläubige?
- Wir verbreiten unseren Glauben nicht mit Feuer und Schwert. Sind wir deshalb ungläubig?
- Für uns ist das Maschinengewehr kein Heiliger Gegenstand, mit dem man Angst und Schrecken verbreitet. Sind wir deshalb ungläubig?
- Wir beten nicht fünf Mal Täglich, sondern gehen Arbeiten und leisten unseren Beitrag, damit die Gesellschaft funktionieren kann. Sind wir deshalb ungläubig?
Wenn das die Voraussetzungen des
Glaubens sind, den einige sexuell und menschlich unkontrollierbare
Menschen verbreiten wollen, dann bin ich um so mehr stolz darauf,
nicht dazuzugehören.
SOLCHE LEUTE ZERSTÖREN DIE AUFRICHTIGE
ARBEIT IHRER GLAUBENSBRÜDER, UND SIE ZERSTÖREN IHREN GLAUBEN.
Aber auch der Christliche Glaube blickt
auf eine grausame Geschichte zurück. Die Tempelritter, die
Kreuzzüge, die Konquistadoren, die Hexenverfolgung, die Inquisition.
All die Grausamkeiten der Christlichen Vergangenheit liegen hinter
uns. Das ist noch nicht so lange her. Aber wir schreiten in eine neue
Zeit. Und da ist es mir um so lieber, wenn das Erwachen so schnell
geht wie möglich.
Darum sollten wir die Irrwege nicht
verurteilen, sondern ihnen helfen, dass sie ihren Weg finden.
Montag, 7. Dezember 2015
Liebe Hetzer
Liebe Hetzer,
äh, ... nee ... es gibt ja gar keine "liebe Hetzer". Aber egal. Ich will euch einmal schreiben, wie sehr ihr mir mit eurer - um viele Jahrzehnte rückständige - Hetzerei auf die Nüsse geht. „Neurechte Montagsdemonstranten“ oder „Der Böse Naidoo“ und so weiter. Muss ich mir eigentlich diese dumme Hetze - egal von welcher Seite sie kommt - immer wieder antun? Ich glaube so langsam, dass die Welt am Rad dreht. Was ist los in letzter Zeit? Ist die Mehrheit der Menschheit plötzlich verrückt, gewalttätig, hasserfüllt und völlig bekloppt geworden? Leute, haltet einfach die Klappe und lest ein Märchenbuch. Ich möchte eines klar stellen: Ich nehme keine Hetzer mehr ernst. Und künftig fliegen solche Hetzer (und zwar egal von welcher Seite gehetzt wird) aus meiner Freundesliste. Ich habe echt keinen Bock mehr auf die Scheiße.
äh, ... nee ... es gibt ja gar keine "liebe Hetzer". Aber egal. Ich will euch einmal schreiben, wie sehr ihr mir mit eurer - um viele Jahrzehnte rückständige - Hetzerei auf die Nüsse geht. „Neurechte Montagsdemonstranten“ oder „Der Böse Naidoo“ und so weiter. Muss ich mir eigentlich diese dumme Hetze - egal von welcher Seite sie kommt - immer wieder antun? Ich glaube so langsam, dass die Welt am Rad dreht. Was ist los in letzter Zeit? Ist die Mehrheit der Menschheit plötzlich verrückt, gewalttätig, hasserfüllt und völlig bekloppt geworden? Leute, haltet einfach die Klappe und lest ein Märchenbuch. Ich möchte eines klar stellen: Ich nehme keine Hetzer mehr ernst. Und künftig fliegen solche Hetzer (und zwar egal von welcher Seite gehetzt wird) aus meiner Freundesliste. Ich habe echt keinen Bock mehr auf die Scheiße.
Donnerstag, 5. November 2015
Die seltsamen Träume eines coolen Jungen.
Die seltsamen Träume eines coolen Jungen.
„Deine Träume sind die Spiegel deiner Seele“, hörte Meike einen Mann sagen, als er mit ein paar Freunden eher gelangweilt über einen Weihnachtsmarkt schlenderte.
„Was hat der alte Spinner gesagt“, fragte Luca?
„Ach, irgendwas von Seele“, antwortete David lachend. „Aber schau mal was der für geile Computerspiele hat“, rief er begeistert und lockte die anderen an des Stand des Alten.
Ein Stand mit Computerspielen auf einem Weihnachtsmarkt war nun doch mehr als selten. Er hatte zwar noch andere Weihnachtsartikel, aber die kleine Gruppe cooler Jungs interessierte sich nur für die neuesten Kriegsspiele, die der Alte in einer kleinen Kiste nebenbei zum Verkauf anbot.
Die Begeisterung kannte keine Grenzen. Einige Spiele hatten die Jungs schon. Andere waren ihnen neu. Die Weihnachtslieder, der Nikolaus das Christkind und der weihnachtlich reich geschmückte Markt, interessierten die Jungs weniger.
Meike war der Einzige der genügend Geld dabei hatte, um sich das neuste und beste Spiel zu kaufen. Er konnte es gar nicht erwarten es zuhause auszuprobieren. Am nächsten Tag wollte er es seinen Freunden zeigen. Aber zuvor wollte er es selbst einmal alleine testen.
Das Spiel war realistischer und besser in der Darstellung als alles was er bisher kannte. Hier wurde der Krieg in all seiner realen Brutalität glaubhaft und extrem genau dargestellt.
Aber irgendetwas war anders. Meike war hier kein Held, was er immer sein wollte. Er war ein Soldat wie jeder andere. Trotzdem fesselte ihn das Spiel. Er konnte einfach nicht aufhören.
Erschöpft und irgendwie ausgelaugt ging er schlafen. Doch auch in seinen Träumen spielte er Krieg. Die Erlebnisse des Tages spiegelten sich vermischt in seinen Träumen wieder.
An der Front tauchte plötzlich der Alte auf, von dem er das Spiel gekauft hatte.
„Sind das deine Träume, die dich glücklich machen“, fragte er ruhig und gelassen?
„Nein, nein, das ist doch nur ein Spiel. Das ist eine virtuelle Welt. Die ist doch nicht echt“, rief Meike ihm aufgeregt zu. „Ich reagiere mich doch nur damit ab. Ich brauche das, um mir den Stress von der Seele zu schaffen“, erklärte er weiter.
„Du reagierst dich ab damit?“, lachte der Alte erstaunt. „Du verstehst gar nichts. Du reagierst dich nicht damit ab, du machst deinen Zorn nur noch größer als das Problem das dich belastet. Mit deinen Träumen formst du die Welt“, sprach er weiter. „Was du spielst, das träumst du. Was du träumst, das formt dich. Es formt deine Seele. Es formt dein Leben und dein Schicksal. Es entlastet dich nicht, es fördert nur deinen Zorn. Wenn du dich wirklich abreagieren würdest, würdest du mehr Lächeln und ruhiger werden. Statt dessen förderst Du jeden Tag deinen Zorn neu. Mag sein, dass du das nicht verstehst. Das verstehen auch nur sehr wenig Menschen. Sag mir Meike, magst du den Krieg in Wirklichkeit so gerne, wie hier oder im Spiel“, fragte der Alte weiter.
„Nein, natürlich nicht“, antwortete Meike aufgeregt. „Ich finde Krieg in Wirklichkeit schrecklich.“
„Nein, findest du nicht“, widersprach der Alte. „Wenn dir das Ausmaß des Krieges in all seiner Grausamkeit wirklich bewusst wäre, würdest du ihn verachten. Selbst Menschen die im Krieg gelebt haben, haben nicht immer das Grauen wirklich alle selbst miterlebt. Nein, dir ist gar nicht bewusst, was du da spielst.“
Meike vergaß alles um sich herum. Er war Teil seines Traumes geworden. Er war Soldat in einem wirklich echten Krieg. Er sah Kameraden neben sich sterben. Er musste an einem Erschießungskommando teilnehmen. Er musste Gefangene in ein schreckliches Schicksal führen und er wurde selbst verwundet. Er trug einen Brief bei sich, den er der Frau seines gefallenen Kameraden übergeben sollte. Nein, das war nicht schön. Das war nicht die Welt, in der er leben wollte.
Der Alte kam wieder und befreite ihn aus dieser seltsamen Wirklichkeit.
„Sind das deine Träume?“, fragte er weiter. „Ist es das, was du dir wünschst, wenn du in einer anderen Welt leben könntest, die du dir selbst aussuchen kannst?“
„Nein, das was ich mache, ist doch nur ein Spiel, es ist nicht echt, nur eine virtuelle Welt.“
„Mit deinen Gedanken formst du die Welt“, sagte der Alte wieder geheimnisvoll. „Womit spielt dein kleiner Bruder?“.
„Ach, der spielt gerne mit Baukasten“, winkte Meike ab.
„Warlich ich sage euch, wenn ihr nicht werdet wie die Kinder“, sprach der Alte wieder geheimnisvoll.
„Ja, ja, ich kenne den Spruch aus der Bibel. Den kennt jeder“, meinte Meike etwas verärgert.
„Ja, den kennt jeder, aber kaum jemand hat ihn verstanden. Wenn ihr das Elend aus eurer Welt verbannen wollt, was für einen Sinn macht es dann, spielerisch von seinen Ursachen begeistert zu träumen?“, fragte der Alte jetzt sehr ernst und vorwurfsvoll.
„2000 Jahre sind vergangen und ihr habt so gut wie nichts verstanden. Sollen wir jetzt wieder 2000 Jahre warten bis ihr etwas begreift? Weihnachten feiert ihr, weil ihr Geschenke bekommt. Aber was schenkt ihr Gott? Er würde sich über etwas mehr Erkenntnis freuen. Ihr feiert das Fest der Liebe und legt Spiele unter den Weihnachtsbaum, die in Bild und Film das Entsetzen spielerisch darstellen. Was ergibt das für einen Sinn?“, schimpfte der Alte plötzlich zornig.
Dann zögerte der Alte etwas. Er sah Meike geradezu durchdringend an und meinte weiter:
„Wenn Du Mörder hasst, darfst du nicht im Spiel ein Mörder sein.
Wenn du es hasst bestohlen zu werden, darfst du nicht im Spiel ein Dieb sein.
Wenn du Schläger nicht magst, dann darfst du in deinem Spiel nicht einer sein.
Wenn du es hasst ein Schwein zu sein, darfst du nicht in deinen Spielen begeistert eines darstellen.
Wenn du es hasst ein Verlierer zu sein, darfst du nicht auch noch in deinen Gedanken ein Verlierer sein.
Es sind deine Gedanken die dich formen. Sie leiten dich. Du spielst Krieg, und nachts träumst du von den Fronten. Du steuerst tagsüber das, was du des Nachts träumst. Und so formen deine Träume dein Handeln, deine Seele und dein Tun. Bei dem Einen mehr, bei dem Anderen weniger. Aber es ist ein stetiger Prozess, der dich formt. Du reagierst dich doch nicht ab, mit dem Spiel. Du machst es nur noch schlimmer.
Deine Gedanken sind stark. Reinige deine Gedanken. Reinigt alle eure Gedanken und ihr befreit die Welt. Eure Entschuldigung, dass das nur Spiele sind, befreit euch nicht von den geheimen Wünschen eurer Begierden.“
Der Alte verschwand wieder und die Waffen schwiegen für einen Moment. Dann hörte Meike entsetzliche Schreie. Weiter unten hat ein Feind mit einem Feuerwerfer in dem Schützengraben für entsetzliche Tode und Qualen gesorgt. Meike spürte, wie ihn jemand schubste.
„Deine Träume sind die Spiegel deiner Seele“, sagte jemand an einem Stand weiter unten.
Meike war immer noch auf dem Weihnachtmarkt. Luca hat ihn geschubst. „Schläfst du“, fragte er lachend. „Komm, es geht weiter.“
Er schüttelte sich und rieb sich die Augen. Was war geschehen? Er brauchte eine Weile um zu verstehen, dass er immer noch auf dem Weihnachtsmarkt war. Die anderen hörten den Spruch nicht. Sie gingen weiter. Und wenig später sah auch Meike den Stand nicht mehr. War das jetzt nur ein Traum?
Als Meike zuhause war, baute er mit seinem Bruder eine große Brücke mit seinem Baukasten. Er bemerkte, dass er dabei lächelte. In seinem Spielen lächelte er nie. Er lachte vielleicht hämisch. Aber das Lächeln am Baukasten seines Bruders war irgendwie anders. Es war schöner, positiver. Und er schlief in dieser Nacht hervorragend gut. Der Alte ist nie wieder aufgetaucht, auch nicht in seinen Träumen. Hatte er sich das nur eingebildet?
Mit deinen Gedanken formst du die Welt.
Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder.
Diese Weisheiten begleiteten und formten Meike künftig mehr und besser, als alle Kriegsspiele dieser Welt.
„Deine Träume sind die Spiegel deiner Seele“, hörte Meike einen Mann sagen, als er mit ein paar Freunden eher gelangweilt über einen Weihnachtsmarkt schlenderte.
„Was hat der alte Spinner gesagt“, fragte Luca?
„Ach, irgendwas von Seele“, antwortete David lachend. „Aber schau mal was der für geile Computerspiele hat“, rief er begeistert und lockte die anderen an des Stand des Alten.
Ein Stand mit Computerspielen auf einem Weihnachtsmarkt war nun doch mehr als selten. Er hatte zwar noch andere Weihnachtsartikel, aber die kleine Gruppe cooler Jungs interessierte sich nur für die neuesten Kriegsspiele, die der Alte in einer kleinen Kiste nebenbei zum Verkauf anbot.
Die Begeisterung kannte keine Grenzen. Einige Spiele hatten die Jungs schon. Andere waren ihnen neu. Die Weihnachtslieder, der Nikolaus das Christkind und der weihnachtlich reich geschmückte Markt, interessierten die Jungs weniger.
Meike war der Einzige der genügend Geld dabei hatte, um sich das neuste und beste Spiel zu kaufen. Er konnte es gar nicht erwarten es zuhause auszuprobieren. Am nächsten Tag wollte er es seinen Freunden zeigen. Aber zuvor wollte er es selbst einmal alleine testen.
Das Spiel war realistischer und besser in der Darstellung als alles was er bisher kannte. Hier wurde der Krieg in all seiner realen Brutalität glaubhaft und extrem genau dargestellt.
Aber irgendetwas war anders. Meike war hier kein Held, was er immer sein wollte. Er war ein Soldat wie jeder andere. Trotzdem fesselte ihn das Spiel. Er konnte einfach nicht aufhören.
Erschöpft und irgendwie ausgelaugt ging er schlafen. Doch auch in seinen Träumen spielte er Krieg. Die Erlebnisse des Tages spiegelten sich vermischt in seinen Träumen wieder.
An der Front tauchte plötzlich der Alte auf, von dem er das Spiel gekauft hatte.
„Sind das deine Träume, die dich glücklich machen“, fragte er ruhig und gelassen?
„Nein, nein, das ist doch nur ein Spiel. Das ist eine virtuelle Welt. Die ist doch nicht echt“, rief Meike ihm aufgeregt zu. „Ich reagiere mich doch nur damit ab. Ich brauche das, um mir den Stress von der Seele zu schaffen“, erklärte er weiter.
„Du reagierst dich ab damit?“, lachte der Alte erstaunt. „Du verstehst gar nichts. Du reagierst dich nicht damit ab, du machst deinen Zorn nur noch größer als das Problem das dich belastet. Mit deinen Träumen formst du die Welt“, sprach er weiter. „Was du spielst, das träumst du. Was du träumst, das formt dich. Es formt deine Seele. Es formt dein Leben und dein Schicksal. Es entlastet dich nicht, es fördert nur deinen Zorn. Wenn du dich wirklich abreagieren würdest, würdest du mehr Lächeln und ruhiger werden. Statt dessen förderst Du jeden Tag deinen Zorn neu. Mag sein, dass du das nicht verstehst. Das verstehen auch nur sehr wenig Menschen. Sag mir Meike, magst du den Krieg in Wirklichkeit so gerne, wie hier oder im Spiel“, fragte der Alte weiter.
„Nein, natürlich nicht“, antwortete Meike aufgeregt. „Ich finde Krieg in Wirklichkeit schrecklich.“
„Nein, findest du nicht“, widersprach der Alte. „Wenn dir das Ausmaß des Krieges in all seiner Grausamkeit wirklich bewusst wäre, würdest du ihn verachten. Selbst Menschen die im Krieg gelebt haben, haben nicht immer das Grauen wirklich alle selbst miterlebt. Nein, dir ist gar nicht bewusst, was du da spielst.“
Meike vergaß alles um sich herum. Er war Teil seines Traumes geworden. Er war Soldat in einem wirklich echten Krieg. Er sah Kameraden neben sich sterben. Er musste an einem Erschießungskommando teilnehmen. Er musste Gefangene in ein schreckliches Schicksal führen und er wurde selbst verwundet. Er trug einen Brief bei sich, den er der Frau seines gefallenen Kameraden übergeben sollte. Nein, das war nicht schön. Das war nicht die Welt, in der er leben wollte.
Der Alte kam wieder und befreite ihn aus dieser seltsamen Wirklichkeit.
„Sind das deine Träume?“, fragte er weiter. „Ist es das, was du dir wünschst, wenn du in einer anderen Welt leben könntest, die du dir selbst aussuchen kannst?“
„Nein, das was ich mache, ist doch nur ein Spiel, es ist nicht echt, nur eine virtuelle Welt.“
„Mit deinen Gedanken formst du die Welt“, sagte der Alte wieder geheimnisvoll. „Womit spielt dein kleiner Bruder?“.
„Ach, der spielt gerne mit Baukasten“, winkte Meike ab.
„Warlich ich sage euch, wenn ihr nicht werdet wie die Kinder“, sprach der Alte wieder geheimnisvoll.
„Ja, ja, ich kenne den Spruch aus der Bibel. Den kennt jeder“, meinte Meike etwas verärgert.
„Ja, den kennt jeder, aber kaum jemand hat ihn verstanden. Wenn ihr das Elend aus eurer Welt verbannen wollt, was für einen Sinn macht es dann, spielerisch von seinen Ursachen begeistert zu träumen?“, fragte der Alte jetzt sehr ernst und vorwurfsvoll.
„2000 Jahre sind vergangen und ihr habt so gut wie nichts verstanden. Sollen wir jetzt wieder 2000 Jahre warten bis ihr etwas begreift? Weihnachten feiert ihr, weil ihr Geschenke bekommt. Aber was schenkt ihr Gott? Er würde sich über etwas mehr Erkenntnis freuen. Ihr feiert das Fest der Liebe und legt Spiele unter den Weihnachtsbaum, die in Bild und Film das Entsetzen spielerisch darstellen. Was ergibt das für einen Sinn?“, schimpfte der Alte plötzlich zornig.
Dann zögerte der Alte etwas. Er sah Meike geradezu durchdringend an und meinte weiter:
„Wenn Du Mörder hasst, darfst du nicht im Spiel ein Mörder sein.
Wenn du es hasst bestohlen zu werden, darfst du nicht im Spiel ein Dieb sein.
Wenn du Schläger nicht magst, dann darfst du in deinem Spiel nicht einer sein.
Wenn du es hasst ein Schwein zu sein, darfst du nicht in deinen Spielen begeistert eines darstellen.
Wenn du es hasst ein Verlierer zu sein, darfst du nicht auch noch in deinen Gedanken ein Verlierer sein.
Es sind deine Gedanken die dich formen. Sie leiten dich. Du spielst Krieg, und nachts träumst du von den Fronten. Du steuerst tagsüber das, was du des Nachts träumst. Und so formen deine Träume dein Handeln, deine Seele und dein Tun. Bei dem Einen mehr, bei dem Anderen weniger. Aber es ist ein stetiger Prozess, der dich formt. Du reagierst dich doch nicht ab, mit dem Spiel. Du machst es nur noch schlimmer.
Deine Gedanken sind stark. Reinige deine Gedanken. Reinigt alle eure Gedanken und ihr befreit die Welt. Eure Entschuldigung, dass das nur Spiele sind, befreit euch nicht von den geheimen Wünschen eurer Begierden.“
Der Alte verschwand wieder und die Waffen schwiegen für einen Moment. Dann hörte Meike entsetzliche Schreie. Weiter unten hat ein Feind mit einem Feuerwerfer in dem Schützengraben für entsetzliche Tode und Qualen gesorgt. Meike spürte, wie ihn jemand schubste.
„Deine Träume sind die Spiegel deiner Seele“, sagte jemand an einem Stand weiter unten.
Meike war immer noch auf dem Weihnachtmarkt. Luca hat ihn geschubst. „Schläfst du“, fragte er lachend. „Komm, es geht weiter.“
Er schüttelte sich und rieb sich die Augen. Was war geschehen? Er brauchte eine Weile um zu verstehen, dass er immer noch auf dem Weihnachtsmarkt war. Die anderen hörten den Spruch nicht. Sie gingen weiter. Und wenig später sah auch Meike den Stand nicht mehr. War das jetzt nur ein Traum?
Als Meike zuhause war, baute er mit seinem Bruder eine große Brücke mit seinem Baukasten. Er bemerkte, dass er dabei lächelte. In seinem Spielen lächelte er nie. Er lachte vielleicht hämisch. Aber das Lächeln am Baukasten seines Bruders war irgendwie anders. Es war schöner, positiver. Und er schlief in dieser Nacht hervorragend gut. Der Alte ist nie wieder aufgetaucht, auch nicht in seinen Träumen. Hatte er sich das nur eingebildet?
Mit deinen Gedanken formst du die Welt.
Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder.
Diese Weisheiten begleiteten und formten Meike künftig mehr und besser, als alle Kriegsspiele dieser Welt.
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